THINKING

TOYS

FOR COMMONING

Thinking Toys (or Games) for Commoning

The sustainable use and the organisation of common resources is highly complex. With the focus on alternative, utopia-inspired urban neighbourhood initiatives in Switzerland this research project proposes experimental design and inquiry into media-based thinking tools which will help to better illustrate, demonstrate and negotiate the complexity of these sharing processes.

Commons are sustainably and collectively managed resources, such as food, or communication infrastructures, such as Wi-Fi. Commoning, then, is the activity of sharing these resources. The aspiration formulated throughout numerous alternative, utopia-inspired projects that seeks to design infrastructural aspects of urban everyday life in an alternative and autonomous way, through commoning, raises several questions. Since, based on the high level of complexity that (occasionally) comes with the shared use of resources, for the individual community member it is often difficult to estimate his or her own action and consequences to the very last detail. Especially when it comes to unpredictable, complex adaptive processes, he or she can no longer completely grasp them intuitively nor follow them without the help of media-based thinking tools — such as computer-based models or scenarios — which make those processes not only visible but also comprehensible.

For this reason, a mobile software application will be developed and tested in close collaboration with the members of three Swiss urban neighborhood projects: NeNa1 in Zurich, LeNa in Basel and Warmbächli in Bern. We will create playful simulations and design new thought-spaces for commoning. Our aim is to enable alternative and engaging ways for future social participation and transformation processes.

The four-year project, which combines methods from humanities, social science and design inquires the following central question: How could an experimental and community-based approach to design and development of a digital game system stimulate reflection on the intuitively incomprehensible complexity of commoning, make it more understandable and negotiable through playing and gaming?

Denkspielzeug für Commoning

Die gemeinschaftlich-nachhaltige Nutzung und Organisation von Ressourcen ist komplex. Mit einem Fokus auf alternativ-utopisch inspirierte Stadt-Nachbarschaften in der Schweiz schlägt das Forschungsprojekt eine exemplarische Untersuchung und gestalterisch-explorative Entwicklung medialer Denkwerkzeuge vor, mit deren Hilfe die Komplexität solcher Prozesse besser veranschaulicht werden können.

Gemeinschaftlich-nachhaltig genutzte Ressourcen, wie etwa Lebensmittel oder kommunikative Infrastrukturen wie Wifi, werden Commons genannt. Commoning meint die Aktivität des gemeinsamen Teilens dieser Ressourcen. Der durch zahlreiche alternativ-utopisch inspirierte Projekte formulierter Anspruch, infrastrukturelle Aspekte des urbanen Alltagslebens durch Commoning selbstverantwortlich und alternativ zu gestalten, wirft einige Fragen auf. Denn aufgrund der hohen Komplexität, die mit der gemeinschaftlichen Nutzung von Ressourcen bisweilen einhergeht, kann das einzelne Gemeinschaftsmitglied sein Commoning und dessen Konsequenzen oft nicht bis ins letzte Detail und in all seinen Konsequenzen durchdenken. Besonders wenn es um ein verstehendes Erfahren unvorhersehbarer, komplex-adaptiver Vorgänge geht, kann er oder sie deren Ablauf, so unsere These, rein intuitiv und ohne die Hilfe veranschaulichender medialer Denkwerkzeuge, wie computerbasierte Modelle oder Szenarien, nicht mehr vollständig erfassen.

Aus diesem Grund wird im engen Austausch mit den Mitgliedern der schweizerischen Stadt-Nachbarschaftsprojekte NeNa1 in Zürich, LeNa in Basel und Warmbächli in Bern eine mobile, digitale Software-Anwendung entwickelt und erprobt. Dabei geht es um die spielerische Anregung und Erschließung neuer Denk- und Handlungsräume im Bereich des Commonings. Denn, auf diese Weise – so unser Ziel – könnten sich neue Wege für zukünftige gesellschaftliche Teilhabe- und Transformationsprozesse eröffnen.

Das vierjährige Projekt, in dem sowohl geistes- und sozialwissenschaftliche als auch gestalterische Methoden kombiniert werden, verfolgt zentral folgende Leitfrage: Wie lässt sich durch das gemeinschaftlich-experimentelle Gestalten und Entwickeln eines digitalen Spielsystems das Nachdenken über die intuitiv oft nicht nachvollziehbare Komplexität des Commoning anregen und Komplexität so spielerisch versteh- und besser verhandelbar machen?

Partner und Fundierung

Dieses Forschungsprojekt wird vom “Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung” (SNF Nr. 175913, von 01/2018 bis 12/2021) unterstützt. Durchgeführt wird es am Institut für Experimentelle Design- und Medienkulturen und im Critical Media Lab an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel. Hauptprojektpartner sind Lena, Warmbächli und NeNa1.

Team

Dr. Viktor Bedö

Viktor ist ein Senior Reseacher im Team, Gründer des “The Street Game Lab Tacit Dimension” und freischaffender Innovationsberater. Er promovierte an der Humboldt Universität Berlin und an der Universität Pécs (2011) in Philosophie.

Kayla Bolsinger

Kayla studiert Visuelle Kommunikation (BA) an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel. In unserem Team ist sie für die visuellen Umsetzungen zuständig und hilft auch in anderen Bereichen mit.

Michaela Büsse

Michaela ist Kuratorin, Redakteurin und Doktorandin in unserem Team und zugleich an European Centre for Art, Design and Media based Research (ECAM) der HGK FHNW.

Yann Martins

Yann arbeitet als Kreativ-Programmierer in unserem Team. Er erwarb seinen Master in Visual Communication and Iconic Theory an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW.

Dr. Shintaro Miyazaki

Shintaro ist Medienwissenschaftler und experimenteller Gestalter. Er ist Gesuchsteller und der Projektleiter. Promotion in Medientheorie an der Humboldt Universität zu Berlin (2012).

Dr. Selena Savić

Selena ist Designforscherin und ist als Postdoc im Team. Sie hat ihr Doktorat am EPFL (Lausanne) und am Instituto Superior Técnico (Lissabon) abgeschlossen.

Februar 2018, Masquerade for Commoning


Unser Team nahm an der Transmediale 2018 (mit dem Thema “Face Value”) teil und führte am Sonntag 4. Februar, den Workshop "Masquerade for Commoning" durch. Da unser Projekt zu diesem Zeitpunkt erst in den Startlöchern stand, nutzten wir den Anlass für eine teamfördernde Zusammenarbeit mit unseren Gästen Felix Gerloff aus dem Critical Media Lab und Kevin Rittberger, der schon im Jahre 2015 in das Projekt "Syntegrity" involviert war.

April 2018, Kennenlern-Workshops

Wir führten erste Workshops mit unseren Projektpartnern Lena (Basel), Warmbächli (Bern) und NeNa1 (Zürich) durch und erprobten das artefaktbasierte Diskussion von Problemen. Viktor entwickelte eine passende Workshop-Methode, die sich als durchaus produktiv herausstellte.

Mai 2018, Nachbesprechung und weitere Schritte

Nach den intensiven “Kennenlern-Workshops” mit den drei Projektpartnern waren wir ziemlich erschöpft, erholten uns aber schnell und setzten uns an die Nachbesprechung und dem Entwickeln erster Ideen für weitere Schritte (ein erstes agentenbasiertes Modell, ein fragmentiertes Spiel-Szenario und mehr Ideen für weiterführende Workshops).

April 2018, Kick-Off Tagung

Um unseren Denkraum zu öffnen und uns mit möglichen Fachkollegen zu verbinden, organisierten wir eine Kick-Off Tagung rund um die Themen “commoning”, “gaming” und “modelling”. Unsere zentrale Frage für die Diskussionen lautete: Wie können spielerische Einrichtungen uns helfen, die Komplexität von gemeinsamem Wirken in urbanen Nachbarschaften zu verstehen, zu bewältigen und kritisch zu überdenken?yla>

Am ersten Tag des zweitägigen Workshops konnten die Teilnehmer ihre Perspektive bezüglich der vorhin gestellten Frage erklären, dies unter Einbezug und Vorstellung von verwandter Arbeit und Projekten. Am zweiten Tag diskutierten und tauschten wir Ideen, Konzepte, Arbeitstechniken und Herangehensweisen innerhalb des Dreiecks von commoning, modelling und playing aus, begleitet von spielerischer Konversation und der Entwicklung von Prototypen.

Teilnehmer/Innen: Adam van Heerden, Bruce Edmonds, Gabriele Ferri, Geeske Scholz, Gilly Krajevsky, Ivo Balmer, Jelena Viskovic, Mary Dellenbaugh-Losse, Shusha Niederberger, Panayotis Antoniadis, Paul Chaney, Sebastian Quack, Roger Portmann and Tobias Willimann.


May 2018, Debriefing + Next Steps

After the intensive "First Contact" workshops with the three co-operatives we were quite exhausted, but recovered soon with a debriefing, developing first ideas for next steps (first agend based model, a fragmented play/game scenario, more ideas for catch-up workshops).

April 2018, First Contact

We conducted first workshops with our project partners, Lena (Basel), Warmbächli (Bern) and NeNa1 (Zurich) and started exploring artefact based problem addressing. Viktor designed a adequate workshop method, which proved to be quite productive.

Our first models, 05.2018


Schelling's Model of Segregation
Here a description of the model

Predator VS Prey Model
Here a description of the model

Coward VS Heroes Model
Here a description of the model

April 2018, Kick-Off Meeting

In order to open up our thinking space and connect with possible academic peers, we organised a kick-off meeting around "commoning", "gaming" and "modelling". Our central question for the discussions was: How could playful setups enable grasping, negotiating and thinking critically about the complexities of commoning in urban neighborhoods?

On day one of the two-day workshop, participants shortly presented their perspective on the above question by introducing some of their related work or projects. On the second day we discussed and exchanged ideas, concepts, tool-sets, and approaches within the triangle of commoning, modeling and playing by a playful conversation and prototyping format.

Participants: Adam van Heerden, Bruce Edmonds, Gabriele Ferri, Geeske Scholz, Gilly Krajevsky, Ivo Balmer, Jelena Viskovic, Mary Dellenbaugh-Losse, Shusha Niederberger, Panayotis Antoniadis, Paul Chaney, Sebastian Quack, Roger Portmann and Tobias Willimann.

Team

Dr. Viktor Bedö

Viktor is a senior researcher in the team, founder of the street game lab Tacit Dimension and freelance innovation consultant. He obtained a PhD in philosophy at Humboldt University Berlin and University Pécs (2011).

Kayla Bolsinger

Kayla studies visual communication (BA) at the Basel School of Design. She is our in-team visual communication designer and is helping in other matters too.

Michaela Büsse

Michaela is a curator, editor and a junior researcher in our team as well as a PhD candidate at the European Centre for Art, Design and Media based Research (ECAM) in Basel.

Yann Martins

Yann works as a creative coder in the team. He graduated in Visual Communication and Iconic Theory (MA) from the Basel School of Design.

Dr. Shintaro Miyazaki

Shintaro is a media scholar and experimental designer. He is the principal investigator and project leader. He obtained a PhD in media theory at Humboldt-Universität zu Berlin (2012).

Dr. Selena Savić

Selena is a designer researcher, scholar and a post-doctoral researcher in the team. She obtained a joint PhD by EPFL (Lausanne) and Instituto Superior Técnico (Lisbon).

Partners and Funding

This research project is funded by the Swiss National Science Fundation (SNSF No. 175913, runtime 01/2018 – 12/2021) and is hosted by the Institute of Experimental Design and Media Cultures and the Critical Media Lab Basel at FHNW Academy of Art and Design in Basel, Switzerland. Key projects partners are Lena, Warmbächli and NeNa1.

Feb 2018, Masquerade for Commoning

Our team took part at transmediale 2018 face value with the workshop "Masquerade for Commoning" which we held on Sunday 4th of Feb. Since we then just started, we used this lovely occasion as a team building effort with guest colleague Felix Gerloff from the lab and external guest Kevin Rittberger. Kevin was involved earlier in 2015 with "Syntegrity".

Here a more detailed announcement of the workshop: Masquerade for Commoning wants to encourage you to tackle face value – Transmediale 2018’s thought-provoking trigger – via modulating the idea of the mask. Would a playful masquerade be helpful in order to discuss how we could respond to current practices of taking things at face value too fast and at the same time enable us to self-critically recognize moments when we also take our own ideals, values, and utopias at face value? What kind of biases and exploitative mechanisms are involved when we think, for example, about alternative models for creating value together? How would the masquerade unfold if we modulated face value with commoning?

Commoning => a verb expressing the joint action of creating things together by drawing on a network of human and non-human relations created with the expectation of mutual care, aid, benefits and a shared understanding that some things could belong to all of us.

Mask => an object or filter that can modify an identity in order to lie about it, take on a role, represent another, assume a collective identity, make identities equal, abstract an identity, reveal an identity, take possession of the mask's powers...

Masquerade => a joint action of assuming and executing modified identities which usually involves the creation of new relationships between masked identities and produces a complex situation of co-dependencies.

Masquerade for Commoning suggests to understand face value spectrally, not only dialectically and reconsider current models of valorization as producers of unwanted artifacts of our agricultural software that has been running for over five thousand years. We want to modulate and synthesize the mask, the act of masking, the masquerade, faces and values with cultural practices of commoning. The mask as a tangible artifact could enable different modes of understanding, enacting and modelling the dynamics that is at work in commoning. Performed by the workshop participants or in a real-life situation, the Masquerade for Commoning might shed new light on different constellations, social relations and dependencies between individual agents and their environments.

In our times, we – you and us – are confronted with a difficult riddle: How can we imagine and build a radically different system of valorization and distribution while facing the constraints of current (neoliberal) geopolitical powers? Commoning, at face value, might be a simple and evident solution but it surely involves drama. More than a political theory or philosophy, commoning is an active, living process which involves a complex ecosystem of things, persons, infrastructures, resources, technologies, and architectures. Here, the mask comes into play almost seamlessly — etymologically related to ghosts and darkness and even mockery, masks have evolved into agents of impersonation, of taking on a role in a drama or performance. Masks are used to abstract certain aspects of an individual but also to conjure more-than-human superpowers. Masks are old artifacts humans used since immemorial times in rituals and on special occasions. A flat mask, moreover, as provided here, has a back and a front side. Thus it embodies the principle of binaries. Would that be a pathway to digitality?

Join our session to collaboratively and playfully discuss, sketch, design masks and model constellations of commoning. The blank mask accompanying this print (PDF output) is our invitation to the first Masquerade for Commoning at the last day of Transmediale 2018 (Feb 4th (Sunday), 14:00–17:00, K2, HKW).

Masquerade for Commoning, 02.2018

Printed matter. transmediale 2018 ( PDF).